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Art Basel 2017 macht Lust auf Kunst und mehr…

Dort wo sich alljährlich die Welt zum Stelldichein in Sachen Kunst, Markt und Trends trifft – ist seit heuer auch das MilionArt Kaleidoscope offiziell dabei. Die Art Basel ist DIE Kunstmesse und zeigt in diesem Jahr ausgesprochen einladende, überraschende und mitunter auch zweideutige Kunst. Über 290 Aussteller in unterschiedlichen Sektoren beweisen, dass der Kunstmarkt trotz letztlich häufig angesprochener Krisen immer noch sehr viel kann. Verkäufe von Kunstwerken in Millionenhöhe sind beim First Choice der Art Basel keine Ausnahme. Im Bereich der Galleries wird die klassische Moderne, sowie die moderne und zeitgenössische Kunst rauf und runter gespielt – da gibt es schon so einige Momente des Staunens.

Es wird aber nicht nur dem eingefleischten Sammler was geboten, sondern auch dem Entdecker und Genießer. Junge internationale Kunst wird auffällig in Szene gesetzt und lässt auch den ein oder anderen Newcomer nicht aus. Im Unlimited – Bereich werden wie bereits in den Vorjahren eindrucksvolle, zum Teil auch politisch und gesellschaftskritisch motivierte Installationen gezeigt, die wie der Name schon sagt, räumlich aber auch geistig Grenzen sprengen. Hier finden sich beispielsweise Positionen von Sue Williamson, die sich in ihrer Installation mit dem transatlantischen Sklavenhandel auseinandersetzt, Nick Cave, der mit „Speak Louder“ die Menschen dazu ermutigt für eine bessere Zukunft zu kämpfen oder die Installation und Performance „Cooking the World“ vom indischen Künstler Subodh Gupta, mit welcher der Künstler zeigt, dass der Akt des Teilens einer Mahlzeit der stärkste Indikator für Integration und Akzeptanz in einer Gesellschaft ist.

Als äußerst spannend erweist sich auch die Auseinandersetzung mit dem Werk „Through the Wall“ des in China beheimateten Künstlers Song Dong: hier werden anhand von Tür- und Fensterrahmen historischer Häuser aus Peking greifbare und imaginäre Mauern inszeniert, wobei durch angebrachte Spiegel die Illusion des endlosen Raumes entsteht. Die Aussagekraft besteht darin den Betrachter erfahren zu lassen, inwiefern der Kontrast aus Kräften der Vergangenheit und Zukunft unseren Blick formen kann. Auch der Diskurs um die feministische Revolution darf nicht fehlen. Andrea Bowers‘ monumentale Zeichnung – bestehend aus drei politischen Illustrationen der 70er und 80er – reist Frauen aus einem Kontext, um diese in einer neuen starken Komposition wieder zu vereinen: „A Call to Arms: Building a Fem Army“ lautet der Titel des Werks, das eine lautstarke Transgender-Botschaft transportiert.

Messe Basel
Messeplatz 10
4005 Basel (Switzerland)
www.artbasel.com

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