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Villa der Fantasie

Geheimnisvoll und Verlockend ist die Welt der „Villa zeitlos“. In den alten Mauern findet Gerlinde Schumacher, ein Tausendsassa aus dem Pinzgau, ihr „aus der Zeit Gefallenes“ Refugium, das für sie auch eine Quelle der Kreativität darstellt. Ich verkaufe Fantasie, ich gebe ein Stück von mir. Ich erreiche die Menschen persönlich innendrin, ganz tief. Zeit und das Echte zählen in diesen Zeiten. Trends und Megatrends berühren Villa Zeitlos nicht – auch kein Lifestyle. So beschreibt sie Ihre Gedanken, Ziele und Grundsätze.

Besucher werden in den Räumen der schönen Gründerzeitvilla 1891 auf eine anregende Reise der Inspiration mitgenommen. So präsentieren sich in einer historischen Apotheken-Einrichtung von 1880 – die übrigens im Film „Das Parfum“ als Kulisse diente – wunderschöne und gleichsam wundersame Raritäten zum Verkauf.

In einer urigen Schuster-Werkstatt von 1906 findet man noch die originalen Werkzeuge, allerhand Material, Stiefel und Schuhleisten. Ganz anders wiederum das elegante „Pfauenzimmer“, wo ein wunderschöner Königs-Pfau mit einem opulenten venezianischen Karnevals-Kostüm (1850) im Wettstreit um Pracht und Noblesse steht. Im Kramer-Laden aus dem Jahr 1890 bestaunt man die alte Registrierkasse, Emaille-Schilder, schöne Blechdosen, große Zuckerl-Gläser und ein Warenangebot aus Großmutters Zeiten. Wo das Auge auch hinschaut: überall wird es von fabelhaften „verrückten“ Objekten überrascht. Antike Stücke begegnen einzigartigem, mit künstlerischer Leidenschaft und handwerklicher Perfektion erschaffenem Design. Gebrauchte Alltagsgegenstände wurden wiederverwertet, verfremdet und damit zu neuem Leben erweckt. So haben sich Stöckelschuhe in Garderobe-Haken, ausgediente Federkern-Roste in Raumteiler, altes Silber-Besteck und Kristalle in Stufen-Lüster oder Autoreifen in Adventkränze verwandelt. Barocke Stühle wurden mit Silber beschichtet und mit edlen Fellen bezogen, ein Tisch fasziniert in der ausgefallenen Kombination von mächtigen Büffelhörnern, einer Glasplatte und weißem Lack, Hochglanz selbstverständlich.

„Es wird einfach nicht hingenommen, dass Sachen, die nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen oder nicht mehr funktionieren, in der heutigen Wegwerf-Gesellschaft ihr Ende finden sollen.“ Ein Schwerpunkt der „VILLA ZEITLOS“ ist der ebenso extravagante wie auch kunstvoll verarbeitete Schmuck: Geweihteile, Kronkorken und Edelsteine, Schlangenleder und Murmeltierfell, Gold und Silber finden scheinbar spielend zusammen. Nichts dergleichen hat man jemals zuvor gesehen. Gerlinde Schumacher, die eigentlich ein Planungsbüro für Raumgestaltung und Innenarchitektur betreibt, betont: „Bei mir ist das lustvolle freie Spiel mit Farben, Formen und Materialien immer auch mit der Bodenhaftung des vorgegebenen Budgets gepaart.“

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Das Kunstmagazin, das mehr Zeit zum Lesen und mehr Raum zum Schauen beansprucht: ein Gegentrend zu vielen Megatrends. Geeignet für Kunstliebhaber, die tiefer gehen möchten und bereit sind, inspiriert zu werden. Intellektuell anspruchsvolle Inhalte, innovatives Layout und elegantes Design auf höchstem Qualitätsstandard.

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