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Ausstellungsprojekt: Yahon Chang – Impromptu

Im Rahmen des Projektes „Stills of Peace“ wird Yahon Chang ein Kunstwerk kreieren, welches ein durch Ortsverbundenheit geprägtes Symbol der Stadt Atri darstellt und einen Bezug zum Projekt an sich schafft. Yahon Chang lebt und arbeitet in Taipei, Taiwan, nahm an der 56. Internationalen Biennale di Venezia teil und wurde vor kurzem im MACRO in Rom im Rahmen des Projekts „Von der Biennale in Venedig ins MACRO. Internationale Perspektiven“ präsentiert.

Chang schafft Arbeiten auf Leinwand und Papier und vermischt dabei das große östliche und westliche Medium wie Tinte und Acryl auf Reispapier oder Leinwand. Er verwendet chinesische Bürsten in verschiedenen Größen, die den Körper und den Schwung der Geste erfordern, um in die Malerei Bewegung zu bringen. Seine Skulpturen sind auch voll von kalligraphischen Elementen, in deren Umriss man die Prägung des kalligraphischem Pinselstrichs nachvollziehen kann.

Man spürt eine tiefe Spiritualität im expressionistischen Merkmal seiner Arbeit, die von der Konzeption der literarischen Tradition und dem Zen inspiriert ist: das Recht auf freie Meinungsäußerung wird sowohl in den Farben als auch in der Dynamik und der Kombination der Pinselstriche ausgedrückt. In den ersten Arbeiten von Yahon Chang sind vorwiegend meditative Mönche oder unbekannten Figuren zu sehen, die seiner Meditation entsprungen sind. Seine Porträts erinnern an einen bestimmten Zustand des Geistes, der den Betrachter in den Bann seiner Augen und seiner Unbeweglichkeit zieht.

Die figurativen Kompositionen Changs, lehnen sich subversiv an die chinesischen Altar-Kompositionen an, wie eine Gedenkfeier für die Menschheit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es gibt eine geheimnisvolle Komponente in Yahon‘s Malerei, die einen Zustand der Ruhe im Inneren des Betrachters auslöst, als ob er durch die Malerei den Fluss der Zeit sehen könnte, der weder Vergangenheit noch Zukunft ist, sondern ein Zustand der ewigen Existenz. Seine Malerei ist maßgeblich von seinem Leben inspiriert: seine Dementis, seine Kämpfe, seine Akzeptanz und seine Liebe zu dieser Welt, die Erkundung des Raums zwischen dem Zustand des Seins und dem Unterbewusstsein, das die menschliche Existenz in Frage stellt, soziale Diskriminierung und Spiritualität.

Yahon Chang – Impromptu
kuratiert von Paolo De Grandis, Maria Rus Bojan, Francise Chang
Koordinator: Carlotta Scarpa, PDG Arte Communications
15. Juli – 3. September 2017
Scuderie di Palazzo Acquaviva, Atri
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 12:30 Uhr, 17 bis 19:30 Uhr, 21 Uhr bis 23 Uhr

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