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Angelika Kauffmann Museum

Ich sehe mich. Frauenporträts von Angelika Kauffmann.
Noch bis 26. Oktober 2017

Sommerausstellung im Angelika Kauffmann Museum eröffnet am So, 30. April 2017, um 10 Uhr
Nach der vom Publikum begeistert aufgenommenen Ausstellung „Das bin ich“ zu Kinderporträts von Angelika Kauffmann geht die Trilogie zum Porträtwerk der Künstlerin in die nächste Runde. Dieses Mal wendet sich das Angelika Kauffmann Museum den unzähligen Frauenbildnissen der Künstlerin zu. Im Zentrum der Ausstellung stehen die weiblichen Porträtierten und ihre Biografien, die es nach über 250 Jahren freizulegen galt. Die aktuelle Ausstellungstrilogie widmet sich dem umfassenden Porträtwerk Angelika Kauffmanns. 2018 werden Männerporträts ins rechte Licht gerückt werden.

Identität und Porträt
Im 18. Jahrhundert wurde in England der Versuch unternommen, die Porträtmalerei aufzuwerten. An diesen Bestrebungen nahm Angelika Kauffmann in enger Auseinandersetzung mit dem Werk von Joshua Reynolds teil. Besonders in ihren Freundschafts- und Attitüdenbildnissen sowie mit türkischen Maskeraden ihrer weiblichen Modelle setzte sie eigene Akzente. Auf der Suche nach Identität wandten sich auch viele vermögende Frauen an Angelika Kauffmann, um ihr Porträt malen zu lassen.

Maskierung und Inszenierung
Eine besondere Form, um verschiedene Identitäten auszuprobieren, war die im 18. Jahrhundert in Folge von Lady Mary Wortley Montagus Reiseberichten aufgekommene Orient-Begeisterung. Die sogenannte Turkerie oder Türkinnenmode spielte im Porträtwerk Kauffmanns eine wichtige RolleDie Ausstellung versucht Antworten auf folgende Fragen zu finden: Wer waren die porträtierten Frauen und wer die Auftraggeber? Welche mythologischen Rollen verkörpern sie im Porträt und warum?

Leihgaben des Fürsten von und zu Liechtenstein
Kurz nacheinander porträtierte Kauffmann 1795 die Frau von Fürst Nikolaus II. Esterházy, Maria Josepha Hermenegilde von Liechtenstein, und seine ehemalige Geliebte Cecile Smidt-Savoet. Während das Brustbild der Fürstin diese in fast schamvoller Pose zeigt, ist die Geliebte ihres Mannes als freizügige Venus bei der Toilette dargestellt. Schon 1793 hatte Kauffmanns Malerkollegin Elisabeth Vigée-Lebrun die Fürstin in einem monumentalen Rollenbildnis als Ariadne auf Naxos porträtiert. Die Ausstellung zeigt auch das als Gegenstück gedachte „Porträt der Fürstin Karoline von Liechtenstein als Iris“.

Gedanken in Körpern
Weibliche Allegorien waren traditionell das Medium für abstrakte Ideen, Begriffe, Tugenden oder Laster. Gerade der weibliche Körper als Projektionsfläche dieser Abstrakta verleitete dazu, nach realen Vorbildern für diese Figuren zu suchen. Zwei der ausgestellten Allegorien setzen sich mit der Geschichtsschreibung und mit der Vergänglichkeit des Lebens auseinander.

Wer sind wir?
In einer Kooperation mit dem BORG Egg werden alte und neue Rollenbilder unter die Lupe genommen. Das Projekt wird von der Landesinitiative „double check“ zur Förderung von Partnerschaften zwischen Kultureinrichtungen und Bildungsinstitutionen unterstützt. Nachdem Jugendliche heute einen Großteil ihrer Identität online gewinnen und ausdifferenzieren, interessiert sich das aktuelle Schulprojekt des Museums gerade für die reiche Formensprache dieser Jugendkultur. Welche Formen, Gesten, Spiele und Apps verwenden junge Menschen, um zu kommunizieren und sich in Szene setzen? Eine Installation von Schaufensterpuppen bringt Rollenbilder zum Sprechen.

Angelika Kauffmann Museum
Brand 34
A-6867 Schwarzenberg

Tel. +43 (0)5512 26455
museum.schwarzenberg@aon.at
www.angelika-kauffmann.com

Öffnungszeiten
Di bis So von 10.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt
Erwachsene € 7,50 Ermäßigt € 5,50
Gruppen (ab 10 Personen) p. P. € 5,50

Öffentliche Führungen
Di 15.30 Uhr und So 10.30 Uhr
€ 4,- (+ Eintritt)

Kontakt
Schwarzenberg Tourismus
Tel. +43 (0)5512 3570
Fax +43 (0)5512 2948-14
info@schwarzenberg.at
www.schwarzenberg.at

Magazin zur Ausstellung
Zur Ausstellung erscheint ein 64-seitiges Magazin mit zahlreichen Abbildungen und Beiträgen von Reinhold Baumstark, Waltraud Maierhofer und Petra Zudrell. ISBN 978-3-200-05085-3   € 14,90 / € 12,90 für Mitglieder des Fördervereins

Eine Ausstellung des Fördervereins
„Freunde Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg“
Kuratorin: Dr. Petra Zudrell
Obmann: Ao. Univ.-Prof. Dr. Gert Ammann
Gestaltung: Atelier Stecher, Götzis

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