Eine bessere Welt – Unbedingt

Schlüsselwerke aus der Sammlung Michael Horbach

FO.KU.S zeigt in sei­ner Früh­jahrs­aus­stel­lung eine Aus­wahl aus der Samm­lung Hor­bach, Köln. Micha­el Hor­bach, der im ehe­ma­li­gen Gale­rieund Ate­lier­kom­plex Moni­ka Sprüth/Rosemarie Tro­ckel in der Köl­ner Süd­stadt 2011 sei­ne Kunst­räu­me eröff­net hat, zählt zu den pro­fi­lier­tes­ten Samm­lern zeit­ge­nös­si­scher Foto­gra­fie im deutsch­spra­chi­gen Raum. Sei­ne Lei­den­schaft zielt auf Posi­tio­nen, die man einer – im wei­tes­ten Sin­ne – moder­nen, zeit­ge­mä­ßen „Pho­to­gra­phie huma­nis­te“ zuord­nen könn­te. Im Kern gilt Micha­el Hor­bachs Pas­si­on vor­zugs­wei­se schwarz-wei­ßen Bil­dern, Foto­ar­bei­ten, die die Balan­ce wah­ren zwi­schen for­mal-ästhe­ti­scher Exzel­lenz und einer huma­nis­ti­schen Bot­schaft – kurz Bil­dern, die sich mit den gro­ßen wie all­täg­li­chen mensch­li­chen Seins­fra­gen aus­ein­an­der­set­zen und zugleich als „gro­ße stil­le Bil­der“ (Nor­bert Bolz), als wich­ti­ge, über­ra­schen­de, gut gese­he­ne Foto­gra­fien über­zeu­gen.

Bei der Schau im FO.KU.S liegt der Schwer­punkt auf den foto­gra­fi­schen Posi­tio­nen Kubas und Latein­ame­ri­kas, auf Foto­gra­fen, von denen die legen­dä­re Aus­stel­lungs­ma­che­rin Eri­ka Bil­le­ter einst sag­te, „sie expe­ri­men­tie­ren nicht, sie sehen“. Gezeigt wer­den 150 Arbei­ten von 24 Künst­lern, dar­un­ter sehr bekann­te wie Alber­to Kor­da, Sebas­tião Sal­ga­do oder Flor Gar­du­ño, aber auch in Euro­pa noch unbe­kann­te jun­ge Posi­tio­nen wie Juan Car­los Alom, Alfre­do Sara­bia oder Raúl Cañi­ba­no Ercil­la.

Die Künst­ler ver­bin­det Neu­gier, ein aus­ge­präg­tes Inter­es­se an sozia­len Phä­no­me­nen, ein empa­thi­scher Blick und eine eige­ne, sug­ges­ti­ve Bild­spra­che.

Mit Beat Pres­ser (Schweiz), Cris­ti­na Gar­cía Rode­ro, Pep Bonet (Spa­ni­en), Jan Grarup (Däne­mark) oder Tho­mas Dorn (Deutsch­land) sind auch euro­päi­sche Foto­gra­fen mit ihrer Sicht auf Latein­ame­ri­ka oder Afri­ka ver­tre­ten. Mit einer direk­ten, unma­ni­pu­lier­ten, form­stren­gen Foto­gra­fie, die das sozia­le Mit­ein­an­der eben­so hin­ter­fragt wie die gro­ßen Wider­sprü­che der Gegen­wart, mit einer Foto­gra­fie, die die Natur mit ihrer Schön­heit und Ver­letz­lich­keit ins Bild rückt, setzt die Samm­lung Hor­bach eine kla­re Aus­sa­ge: Die Welt ist nicht im Lot, aber eine gerech­te­re Welt ist mög­lich. Die Aus­stel­lung gibt Ein­blick in die hoch­ka­rä­ti­ge Samm­lung und zeigt sozi­al­do­ku­men­ta­ri­sche Foto­gra­fien als Zeug­nis­se der Mensch­lich­keit.

In der Aus­stel­lung liegt der Kata­log „sehn­sucht – anhe­lo: Samm­lung Micha­el Hor­bach“ (Keh­rer Ver­lag, 2017) auf.

INFO & KONTAKT
FO.KU.S, die Gale­rie für zeit­ge­nös­si­sche Foto­kunst, befin­det sich im archi­tek­to­nisch bemer­kens­wer­ten Stadt­fo­rum der Bank für Tirol und Vor­arl­berg in Inns­bruck. Bar­ba­ra Psen­ner kura­tiert seit 2006 das Pro­gramm, das sich zum Ziel setzt, inter­na­tio­nal bedeu­ten­de Posi­tio­nen der Foto­kunst nach Tirol zu brin­gen.

FO.KU.S Foto Kunst Stadt­fo­rum , Bank für Tirol und Vor­arl­berg Akti­en­ge­sell­schaft
Stadt­fo­rum 1, 6020 Inns­bruck,
Tele­fon +43 505 333 – 1417, www.btv-fokus.at

8. März bis zum 5. Mai 2018

FO.KU.S Öff­nungs­zei­ten:
Mo. bis Fr. 11.00–18.00 Uhr,
Sa. 11.00–15.00 Uhr – Ein­tritt frei.

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