Geschwindigkeit ist Wahrnehmung, Zerstörung wird Schöpfung

Ein Gespräch mit Jonathan Schipper

Wenn ein „cozy-loo­king“, „old-fashio­ned“ Wohn­zim­mer inner­halb eines Monats in sich zusam­men­ge­zo­gen wird, um wie in einem Loch zu ver­schwin­den oder gar ein gan­zes Groß­raum­bü­ro, dann han­delt es sich um die Kon­zept-Kunst des ame­ri­ka­ni­schen Künst­lers Jona­than Schip­per. Sei­ner Ansicht nach ist das sta­ti­sche Objekt auf mole­ku­la­rer Ebe­ne immer in Bewe­gung: „Nichts ist wirk­lich sta­tisch. Ein sta­ti­sches Uni­ver­sum ist ein totes Uni­ver­sum. Im Leben und in der Kunst geht es um Ver­än­de­rung. Ohne Zer­stö­rung gibt es kein Leben.“ In sei­nen Instal­la­tio­nen geht es genau dar­um: um Zer­stö­rung und Schöp­fung. Sei­ne Arbei­ten haben im All­ge­mei­nen kei­nen sta­ti­schen Punkt. Der Pro­zess der stän­di­gen Ver­än­de­rung, das ist der Punkt. Für die­se zeit­ba­sier­ten kine­ti­schen Instal­la­tio­nen passt Schip­per bei­spiels­wei­se mecha­ni­sche Win­den so an, dass sie mit unge­wöhn­lich lang­sa­mer Geschwin­dig­keit lau­fen. Die­se Win­den, die übli­cher­wei­se in Abschlepp­wa­gen, Auf­zü­gen, Krä­nen und Boo­ten ein­ge­setzt wer­den, die­nen zum Ein­zie­hen oder Aus­las­sen von Kabeln, um schwe­re Gewich­te zu bewe­gen oder auf­zu­hän­gen. Um den „Slow Ine­vi­ta­ble Death of Ame­ri­can Mus­cle“ (2008) zu schaf­fen, modi­fi­zier­te Schip­per eine sol­che Vor­rich­tung und ließ zwei Pon­ti­ac Fire­birds in vol­ler Grö­ße und in Zeit­lu­pe inein­an­der „cra­shen“, um die Kraft eines Fron­tal­zu­sam­men­sto­ßes von 30 Mei­len pro Stun­de zu simu­lie­ren, der sich über meh­re­re Tage ver­zö­gert entfaltet.

Jona­than Schip­per wur­de 1973 in Chi­co, Kali­for­ni­en, gebo­ren. Er stu­dier­te Bild­haue­rei am San Fran­cis­co Art Insti­tu­te und an der Rine­hart School of Sculp­tu­re am Mary­land Insti­tu­te Col­lege of Art. 2001 erhielt er ein Sti­pen­di­um der Skowhe­gan School of Pain­ting and Sculp­tu­re, Maine. Schip­pers spek­ta­ku­lä­re Aus­stel­lungs­pro­jek­te erre­gen sowohl in den USA als auch in Euro­pa immer wie­der gro­ße Auf­merk­sam­keit und sor­gen für Begeis­te­rung, weil sie zum Hin­ter­fra­gen unse­rer Wahr­neh­mung anre­gen, gera­de auch was die Wahr­neh­mung von Bewe­gung und Geschwin­dig­keit betrifft.

Der Künst­ler nimmt die Ver­gäng­lich­keit der Exis­tenz an und lehnt das Hei­li­ge ab. Sei­ner Mei­nung nach soll­te Kunst eine Erfah­rung sein, kein Eigen­tum. Mit sei­ner inter­ak­ti­ven Per­for­mance „Mil­li­on Dol­lar Walk“ griff er die­ses The­ma wäh­rend der Armory Show auf. Es wur­de ein Akten­kof­fer, gefüllt mit einer Mil­li­on Dol­lar, zur Ver­fü­gung gestellt. Die Gäst*innen der Armory Show durf­ten sich das Geld aus­lei­hen und 10 Minu­ten lang durch die Show lau­fen und sich wie Millionär*innen füh­len. Die Teilnehmer*innen muss­ten ein Check-out-For­mu­lar unter­schrei­ben und ihren Fin­ger­ab­druck und Aus­weis hin­ter­las­sen. Kunst wird in den Augen Schip­pers zuneh­mend mit Ver­mö­gen und Reich­tum ver­bun­den. Gera­de Kunst­mes­sen sind ein belieb­ter Treff­punkt für Geld und Kunst. Die Armory Show und die teil­neh­men­den Gale­rien rich­ten sich an wohl­ha­ben­de Sammler*innen. Die durch­schnitt­li­chen Kunstbetrachter*innen wer­den ein­ge­la­den, zur Aus­stel­lung zu kom­men, füh­len sich aber oft zweit­ran­gig. Jona­than Schip­per mach­te also den*die durchschnittliche*n Betrachter*in zu einem*einer Millionär*in.

Vie­le sei­ner Ideen fin­den ihren Ursprung in den Medi­en, aber das Werk ist phy­sisch, leben­dig und nicht repro­du­zier­bar. Jona­t­hans Werk ist sowohl kon­zep­tu­ell als auch sehr zugäng­lich und setzt sich inten­siv mit Fra­gen der Wahr­neh­mung, des Lebens und der Zer­stö­rung aus­ein­an­der, die eine*n Fünfjährige*n eben­so sehr beschäf­ti­gen wie den*die erfahrene*n Kunstbetrachter*in. Wir haben den Künst­ler in sei­nem Ate­lier in Brook­lyn, New York, erreicht und sind für die Aus­ga­be High­speed in einen span­nen­den und durch­aus nach­denk­li­chen Aus­tausch mit ihm getreten.

Jonathan, Sie sind vor allem für Ihren „Zeit­lu­pen-Auto­un­fall“ bekannt, was hat Sie dazu bewo­gen, die­ses Kon­zept eines Kunst­werks zu schaffen?

JONATHAN SCHIPPER: Ich habe geträumt, dass ich an einer gro­ßen Grup­pen­aus­stel­lung betei­ligt bin. Als ich die Aus­stel­lung besuch­te, sah ich mir die ande­ren Wer­ke an und muss­te mit Bedau­ern fest­stel­len, dass mein Werk bei wei­tem das unin­ter­es­san­tes­te Objekt der Aus­stel­lung war. Als ich erwach­te, beglei­te­ten mich der Stress und die Angst, bis ich erkann­te, dass alle Stü­cke in der Aus­stel­lung tat­säch­lich von mir waren. Mein Favo­rit war der Zeit­lu­pen-Auto­un­fall und ich begann am nächs­ten Tag mit dem Bau der Modelle.

Bei Ihrem Kunst­werk geht es mehr um das Erle­ben als nur um das Betrach­ten. Woher bekom­men Sie das tech­no­lo­gi­sche Wis­sen für Ihr Kunstwerk?

JONATHAN SCHIPPER: Mein tech­no­lo­gi­sches Wis­sen stammt aus Miss­erfol­gen und Uner­fah­ren­heit. Wenn ich eine for­ma­le Aus­bil­dung hät­te, wüss­te ich es bes­ser, als zu ver­su­chen, vie­le der Din­ge zu tun, die ich getan habe. Jeder Feh­ler hat mei­ne Fähig­kei­ten lang­sam erweitert.

Gibt es Ein­flüs­se, die Ihre Arbeit prä­gen und wie oder wo recher­chie­ren Sie, um Ihre Kon­zep­te zu entwickeln?

JONATHAN SCHIPPER: Ich den­ke, die meis­ten mei­ner Ein­flüs­se kom­men aus mei­ner Umge­bung und mei­nem Umfeld. Vie­le Künstler*innen las­sen sich von der Kunst­ge­schich­te usw. inspi­rie­ren. Ich war noch nie so ein Typ. Ich fin­de den größ­ten Teil mei­ner Inspi­ra­ti­on in mei­ner unmit­tel­ba­ren Umge­bung mit einem Schuss Richard Feynman.

Jona­than Schip­per vor sei­nem Werk Invi­si­ble Sphe­re Foto: Keith Sirchio

Wenn die Din­ge schnell gehen, fällt es unse­rem Ver­stand schwer, Nuan­cen zu unter­schei­den und Details zu erken­nen. Indem wir die Din­ge ver­lang­sa­men, haben wir mehr Zeit, um die Wech­sel­be­zie­hun­gen und Mecha­nis­men zu ver­ste­hen, die Bewe­gung, Ver­än­de­rung und Bedeu­tung steuern. 

Jona­than Schipper

Sie beschäf­ti­gen sich mit Dekon­struk­ti­on. War dies schon immer der Fall oder gab es eine beson­de­re Erfah­rung oder einen beson­de­ren Aus­lö­ser dafür?

JONATHAN SCHIPPER: Wenn Sie Din­ge her­stel­len, ins­be­son­de­re Din­ge, die sich bewe­gen oder selbst­ge­mach­te Elek­tro­nik beinhal­ten, sind Dekon­struk­ti­on, Pan­nen und manch­mal ein wenig Blut täg­li­che Ereig­nis­se. Ich fand her­aus, dass ich, indem ich den natür­li­chen Ver­lauf des Zusam­men­bruchs aller kom­ple­xen Sys­te­me annahm, in der Lage war, Frus­tra­ti­on in ein Kunst­werk zu verwandeln.

Das The­ma die­ser Maga­zin­aus­ga­be ist HIGHSPEED. Wel­che Bedeu­tung haben Zeit und Geschwin­dig­keit für Sie?

JONATHAN SCHIPPER: So viel von dem, was wir Geschwin­dig­keit nen­nen, ist Wahr­neh­mung. Die Din­ge schei­nen sich lang­sam und schnell zu bewe­gen, abhän­gig von der Fähig­keit des Betrachters*der Betrach­te­rin, die ein­ge­hen­den Daten zu erfas­sen. Was für das Faul­tier schnell ist, kann für die Flie­ge lang­sam sein. Com­pu­ter und Kame­ras kön­nen Hun­der­te oder Tau­sen­de von Bil­dern pro Sekun­de sehen, wäh­rend alles, was über 60 Bil­der hin­aus­geht, für die mensch­li­che Wahr­neh­mung ver­lo­ren geht. Wenn die Din­ge schnell gehen, fällt es unse­rem Ver­stand schwer, Nuan­cen zu unter­schei­den und Details zu erken­nen. Indem wir die Din­ge ver­lang­sa­men, haben wir mehr Zeit, um die Wech­sel­be­zie­hun­gen und Mecha­nis­men zu ver­ste­hen, die Bewe­gung, Ver­än­de­rung und Bedeu­tung steu­ern. Ich fin­de in letz­ter Zeit viel Selbst­re­fle­xi­on in den Men­schen um mich her­um auf­grund der all­ge­mei­nen glo­ba­len Betäu­bung. Was genau haben wir so eilig zu errei­chen? Ein grö­ße­rer Fern­se­her, ein schnel­le­rer Com­pu­ter, Auto, Haus?

Könn­ten Sie uns bit­te eine kur­ze Erklä­rung zum Kon­zept der fol­gen­den Wer­ke geben, die wir in unse­rer Recher­che als sehr anspre­chend emp­fun­den haben: „Mea­su­ring Angst“ und „At Any Given Moment“.

JONATHAN SCHIPPER: „Mea­su­ring Angst“ soll ein Gleich­ge­wicht zwi­schen dem Akt der Zer­stö­rung (d. h. dem Zer­schla­gen der Bier­fla­sche an der Wand) und den Akten der Selbst­er­fah­rung und Selbst­ana­ly­se und ‑gestal­tung (d. h. der mecha­ni­schen Simu­la­ti­on) her­stel­len. Es ist leicht, sich eine Welt ohne Angst, ohne Tod und Zer­stö­rung vor­zu­stel­len, aber sich eine sol­che Welt vor­zu­stel­len, bedeu­tet auch, sich den wah­ren Tod vor­zu­stel­len. Essen, bau­en, leben … alles beinhal­tet ein wenig Zer­stö­rung … ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Mit­teln, Ver­lan­gen und Gegen­stän­den. Die Bezie­hung ist nicht ein­fach. Ich will schlech­tes Beneh­men nicht ent­schul­di­gen, aber ohne schlech­tes Beneh­men wäre es scheiß­lang­wei­lig, und ich bin mir nicht sicher, ob ein Leben mög­lich wäre.

Bei „At Any Given Moment“ geht es dar­um, wie wir uns als Objek­te, als Tie­re, als Din­ge sehen und nicht sehen. Es gibt heu­te acht Mil­li­ar­den Men­schen auf dem Pla­ne­ten. Das ist so eine unglaub­li­che Zahl. Ich glau­be nicht, dass sich unser Ver­stand eine so gro­ße Sum­me vor­stel­len kann. Ich woll­te die­se Num­mer visua­li­sie­ren. Ich habe über­legt, acht Mil­li­ar­den Figu­ren auf einem Sta­pel zu machen, aber das ist ein­fach nicht mög­lich. Ich fand Sex inter­es­sant, da geschätzt wird, dass zu jedem Zeit­punkt etwa 450.000 Men­schen Sex haben und Sex für unse­re Exis­tenz ver­ant­wort­lich ist. Das Stück ist ein Ver­such, eine Skulp­tur all die­ser 450.000 Men­schen zu machen, die Sex an einem Ort haben.

Egal wo Ihre Skulp­tu­ren aus­ge­stellt sind, sie über­ra­schen die Men­schen. Das haben wir zum Bei­spiel auf der Art Basel selbst erlebt. Wir began­nen uns zu fra­gen, ob das, was wir wahr­neh­men, tat­säch­lich hier pas­siert. Die Tat­sa­che, dass Sie der Bewe­gung die­sen „lang­sa­men Modus“ geben, schafft eine sur­rea­le Erfah­rung, aber gleich­zei­tig erlau­ben Sie dem*der Betrachter*in eine viel tie­fe­re Wahr­neh­mung. Wie erle­ben Sie die­sen Zusam­men­hang zwi­schen Geschwin­dig­keit und Wahrnehmung?

JONATHAN SCHIPPER: Ein Auto­un­fall pas­siert in Sekun­den­bruch­tei­len … unser Leben steht oft auf dem Spiel, Adre­na­lin prägt unse­re Wahr­neh­mung. Damit unser Geist schnell reagie­ren kann, müs­sen wir die meis­ten Infor­ma­tio­nen igno­rie­ren und uns auf die Über­le­bens­pfa­de kon­zen­trie­ren. Die fei­ne­ren Punk­te der Tex­tur des Sicher­heits­gur­tes, die sich auf unse­rer Haut bewe­gen, kön­nen zusam­men mit end­lo­sen Details des Unfalls ver­lo­ren gehen. Indem wir die Zeit ver­län­gern und die Gefahr besei­ti­gen, kön­nen wir alle Details sehen, die nor­ma­ler­wei­se ver­lo­ren gehen. Die Schön­heit des Pres­sens des Metalls. Sym­bio­ti­sche Bezie­hung zwi­schen Metall-Ego und Stahl.

Gibt oder gab es aus künst­le­ri­scher Sicht ande­re Künstler*innen als Vor­bil­der für Sie – wir den­ken hier zum Bei­spiel an Jean Tinguely?

JONATHAN SCHIPPER: Jean Tin­gue­ly ist sicher­lich ein Held, eben­so wie Chris Bur­den und Mari­na Abra­mo­vic. Der größ­te Teil mei­ner künst­le­ri­schen Inspi­ra­ti­on kommt jedoch von Men­schen, die ich ken­ne und mit denen ich inter­agie­re … Men­schen wie Jeni­fer und Kevin McCoy, Jen Catron und Paul Out­law, Greg Hop­kins, Ame­lia Bie­wald, Andrew Oha­ne­si­an, Tim Laur­sen, Kit­ty Joe Ste-Marie, Vic­tor Webs­ter, Lou­ie Hin­nen, Keith Sirch­io, Ghost of Dream und so vie­le ande­re. Ich glau­be, ein*e Künstler*in, mit dem*der man sich unter­hal­ten und mit dem*der man etwas trin­ken kann, ist zehn­mal mehr wert, als eine*r, den*die man in einem Kunst­ge­schichts­buch zitiert.

In Ihren Arbei­ten ver­schwim­men die Gren­zen zwi­schen Kunst und Wis­sen­schaft. Wir sind uns der­zeit sehr bewusst, dass der wis­sen­schaft­li­che Ansatz und die Inte­gra­ti­on neu­er Tech­no­lo­gien in der Kunst immer wich­ti­ger wer­den. Wie wür­den Sie Ihre Visi­on in die­ser Hin­sicht beschrei­ben? Was kön­nen Kunst und Wis­sen­schaft gemein­sam motivieren?

JONATHAN SCHIPPER: Wis­sen­schaft ist eine Metho­de, das Unbe­kann­te zu ver­ste­hen, um das Uni­ver­sum und die dar­in ent­hal­te­nen Din­ge zu ver­ste­hen. Für mich ist Kunst auch For­schung, die Arbei­ten, die ich mache, und die Ideen, die ich erfor­sche, sind mir nicht bekannt, bevor ich sie mache. Es ist die Tat­sa­che, dass ich sie nicht ver­ste­he, die sie inter­es­sant macht. So wie der*die Wissenschaftler*in ein*e Skeptiker*in sein und die wis­sen­schaft­li­che Metho­de respek­tie­ren muss, darf auch ich nicht zulas­sen, dass mein Wunsch, ein gutes Kunst­werk zu machen, einem tat­säch­li­chen Kunst­werk im Wege steht. So wie eine Idee aus Wie­der­hol­bar­keit zum wis­sen­schaft­li­chen Gesetz wird, wer­den Din­ge zur Kunst, wenn sie Men­schen in die glei­che Per­spek­ti­ve bringen.

Wir gehen davon aus, dass die­se Art von Kunst auch eine ganz bestimm­te Grup­pe von Sammler*innen anzieht. Wer oder, sagen wir, wel­che Art von Insti­tu­tio­nen oder Per­sön­lich­kei­ten gehö­ren zu Ihrem Sammler*innenkreis?

JONATHAN SCHIPPER: Ich hat­te es schwer mit Sammler*innen und Wohl­stand. Kunst wird mit ver­mö­gen­den Mäzen*innen und Sammler*innen ver­bun­den, beson­ders in den USA, aber das inter­es­siert mich nicht. Ich inter­es­sie­re mich viel mehr für öffent­li­che Aus­stel­lun­gen und Arbei­ten, die für die Men­schen bestimmt sind. Mich inter­es­siert, was Kunst kann, nicht was sie getan hat oder was sie wert ist. Ich hat­te das Glück, mei­ne Arbei­ten in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen und auf Fes­ti­vals zu zei­gen, von denen eini­ge natür­lich von wohl­ha­ben­den Ein­zel­per­so­nen oder Unter­neh­men unter­stützt wur­den. Ich bin nicht gegen Wohl­stand, aber Samm­lun­gen begeis­tern mich nicht.

An wel­chen Pro­jek­ten arbei­ten Sie gera­de und wo wer­den Ihre Arbei­ten in Zukunft ausgestellt?

JONATHAN SCHIPPER: Ich arbei­te gera­de an eini­gen Pro­jek­ten. Ich wür­de ger­ne einen Zeit­lu­pen-Flug­zeug­ab­sturz pro­du­zie­ren. Ich habe das Pro­jekt ein paar Mal fast zum Leben erweckt, aber es ist sehr umfang­reich, wür­de viel Unter­stüt­zung erfor­dern, und ich arbei­te immer noch dar­an, den*die richtige*n Partner*in zu finden.

Ich bin auch dar­an inter­es­siert, ein Mul­ti­play­er-Live-Action-Spiel zu ent­wi­ckeln. Die­ses Spiel funk­tio­niert nach den Regeln eines Online-Mul­ti­play­er-Spiels. Die Leu­te log­gen sich ein und kön­nen klei­ne Robo­ter in einem raum­gro­ßen phy­si­schen Diorama/Ausstellungsraum steu­ern. Es wür­de ein Spiel emu­lie­ren, indem es Zie­le hat und Mani­pu­la­tio­nen und Cha­os zulässt, und es wür­de einen Muse­ums­raum emu­lie­ren, indem es aus Minia­tur­skulp­tu­ren ver­schie­de­ner Künstler*innen besteht. Das Ziel wäre es, die­se mit Wel­ten zu ver­bin­den. Die Aus­stel­lung könn­te gleich­zei­tig per­sön­lich und online angesehen/gespielt werden.

 

Die­se Pro­jek­te klin­gen viel­ver­spre­chend und pas­sen wohl in den aktu­el­len Kon­text. Wir freu­en uns dar­auf, Ihr Werk wei­ter ver­fol­gen zu dür­fen und wün­schen viel Erfolg!

Mehr Infor­ma­ti­on unter: http://www.jonathanschipper.com/

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