Urban Artist HNRX

Urban Art ist in aller Mun­de: Gale­rien rei­ßen sich um jun­ge Street-Artists, Wer­ke von Keith Haring wer­den zu Rekord­prei­sen ver­stei­gert und der Online­händ­ler Ama­zon star­te­te im Dezem­ber 2015 zum ers­ten Mal ein kura­tier­tes Street Art-Pro­ject. Die­se jun­ge Kunst­rich­tung, die von den Städ­ten und ihrem Stadt­le­ben beein­flusst wird, kom­bi­niert Street Art, Graf­fi­ti, Col­la­gen, Instal­la­tio­nen und Akti­ons­kunst glei­cher­ma­ßen. Es ist ein welt­um­span­nen­des Phä­no­men und zugleich Aus­druck für unse­re Zeit.

Der Inns­bru­cker Street-Art-Künst­ler HNRX ist seit Jah­ren in der Sze­ne und inter­na­tio­nal bes­tens ver­netzt. Schon als Kind war er ger­ne drau­ßen im Frei­en, in urba­ner Umge­bung. Sei­ne Freu­de am Malen und der Sinn für Krea­ti­vi­tät beglei­ten ihn seit er den­ken kann. Als Absol­vent der HTL für Archi­tek­tur spür­te er, dass die Archi­tek­tur an sich Gren­zen hat und die haben ihn gestört: „In der Kunst habe ich kei­ne Gren­zen“, sagt er ganz gera­de her­aus. HNRX ist ein Kür­zel für „hen­ryx“ – ein rei­ner Fan­ta­sie­na­me, der sich aus Zeich­nun­gen und Typo­gra­fien wäh­rend sei­ner Schul­zeit ent­wi­ckelt hat. Im Grun­de ist die­ser Namen im Schaf­fens­pro­zess ent­stan­den. Er hat kei­ne tie­fe­re Bedeu­tung.

Die Gren­zen zwi­schen klas­si­scher bil­den­der Kunst und Urban Art wer­den immer flie­ßen­der und das ist auch gut so.

Frü­her hät­te sich kein Urban Artist oder Street Artist vor­stel­len kön­nen sei­ne Wer­ke in einer Gale­rie zu prä­sen­tie­ren oder in einer Samm­lung zu wis­sen – heu­te hin­ge­gen ist das zuneh­mend der Fall, was uns HNRX auch bestä­tigt.  Für ihn sind die Stra­ße, die Mau­er, der urba­ne Ort das Medi­um, auf dem er malt: „Ich muss immer zur „Lein­wand“ hin, die „Lein­wand“ kommt nicht zu mir.“ Der urba­ne Raum beein­flusst und inspi­riert somit den Künst­ler in sei­ner Schaf­fens­kraft. Es gibt Wän­de, die sind für Kunst frei gege­ben bzw. lau­fen über einen Auf­trag und ande­re, die ille­gal als Medi­um genutzt wer­den. „Ich ste­he des­halb mit der Poli­zei regel­mä­ßig in Kon­takt. Das ist mein Berufs­ri­si­ko“, sagt er mit einer bestimm­ten Gelas­sen­heit. HNRX expe­ri­men­tiert in sei­nem Ate­lier auch ger­ne mit neu­en Medi­en, wie bei­spiels­wei­se Holz­plat­ten. Die­se Varia­ti­on im Medi­um ist für ihn eine Form der Wei­ter­ent­wick­lung sei­nes Aus­drucks und sei­ner Tech­nik.

Als Pro­fi lebt hen­ryx von sei­ner Kunst. Zum Teil erhält er Auf­trags­ar­bei­ten, die aller­dings von ihm stark aus­sor­tiert wer­den: „Ich will das machen, was ich will, das, was mir auch Spaß macht. Nur für Geld etwas zu machen, das kei­nen Spaß macht, leh­ne ich prin­zi­pi­ell ab.“ Sei­ne Bot­schaft ist Lie­be und Freu­de: „Ich bin nicht poli­tisch oder gesell­schafts­kri­tisch, son­dern ich will Freu­de und Lie­be mit mei­nen Mit­men­schen tei­len. Ich gehe raus, weil es mich freut raus zu gehen und malen zu dür­fen – ich wün­sche mir, dass die­se Freu­de auf den Betrach­ter über­springt.“ Über sei­ne Moti­ve denkt er wenig nach, denn sie kom­men aus ihm her­aus – er hat ein Fai­ble für Gegen­stän­de, so viel ist klar.

Sei­ne Zie­le ent­wi­ckeln sich, wie sei­ne Tech­nik, ste­tig wei­ter: „Ich möch­te durch mei­ne Kunst ein Schlupf­loch in dem Gesell­schafts­wahn­sinn fin­den, mir eine klei­ne Sei­fen­bla­se schaf­fen, in der ich mich wohl füh­le und in der ich Spaß habe.“ HNRX plant sei­nen Erfolg nicht, son­dern er geht raus und malt, dann bewe­gen sich die Din­ge von allei­ne. Mitt­ler­wei­le wird er von Inter­es­sier­ten gefun­den und nicht umge­kehrt. „Inspi­ra­ti­on ist pure Ener­gie, die man auf­greift, wie eine Wel­le, auf der man rei­tet. Sie ist für mich die Erklä­rung vie­ler Din­ge, die pas­sie­ren.“

Das bedeu­tends­te Pro­jekt für HNRX war im Rah­men des „Cal­le Libre“ Fes­ti­vals in Wien eine Fas­sa­de von über 30 Metern zu gestal­ten: „So eine Wand malen zu dür­fen, war immer schon mein Traum und ist zugleich eine rie­si­ge Her­aus­for­de­rung.“

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