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Der Hügel, der träumen lässt
Es beginnt mit dem Gefühl, loslassen zu können. Die Straße windet sich von Verona hinauf in die Valpantena, vorbei an alten Steinmauern, Zypressen und Olivenhainen. Nach etwa einer Viertelstunde Fahrt stellt sich ein Ankommen ein, das wie ein leises Aufatmen wirkt. Costa Arènte liegt auf einem Hügelkamm bei Grezzana – auf einer natürlichen Terrasse mit Blick über die Weinberge bis zur Arena di Verona. Hier oben, wo man vom ersten Moment an die Zeit vergisst, beginnt eine andere Form von Freiheit: die des puren Geschmacks, der Stille und der Kunst des Details.
Costa Arènte gehört zur Gruppe Le Tenute del Leone Alato und ist kein Weingut im klassischen Sinne. Es ist vielmehr ein Ort, der mit einer selten gewordenen Mischung aus handwerklicher Konsequenz, ästhetischer Klarheit und landschaftlicher Magie seine Besucher empfängt. Nur 50.000 Flaschen werden pro Jahr unter dem Leitgedanken Fatto a mano erzeugt – fast wie ein Geheimtipp unter den großen Namen der Valpolicella. Doch gerade in dieser Konzentration auf das Wesentliche liegt seine Strahlkraft. Wer hierher kommt, sucht nicht das Spektakel, sondern die Tiefe.
Der erste Schluck eines Costa-Arènte-Valpolicella Superiore wirkt wie ein Dialog mit dem Ort selbst: feine Frische, mineralische Klarheit und eine fast tänzerische Leichtigkeit, die der kühlen Luft der Hänge zwischen 150 und 250 Metern über dem Meeresspiegel zu verdanken ist. Die Landschaft beruhigt die Sinne und belebt sie zugleich – wie ein Kunstwerk aus Licht, Duft und Kontur.
Handwerk, Harmonie, Herkunft
Die Weine – vom eleganten Valpolicella über den nuancenreichen Ripasso bis hin zum samtigen, tiefgründigen Amarone – sind geprägt von einem minimalistischen, fast künstlerischen Ansatz. Hier beeindruckt die Präzision. Holz wird sparsam eingesetzt, lediglich um dem Charakter der Trauben Raum zur Entfaltung zu geben. „Wein entsteht durch Subtraktion, nicht Addition“, sagt Önologe Giovanni Casati – fast wie ein Bildhauer, der aus einem Steinblock die Form befreit, die bereits in ihm schlummert.
Diese Denkweise macht Costa Arènte besonders für kunstaffine Reisende. Die Weinbereitung gleicht einer kuratierten Komposition – von der händischen Lese bis zur Reifezeit in Fass oder Flasche. Die mineralischen Böden, geprägt von fossilem, kalkhaltigem Mergel, sorgen für Klarheit und Struktur. Trotz ihrer Komplexität bleiben die Weine zugänglich, ja einladend. Sie scheinen ein Gespräch eröffnen zu wollen: über Zeit, Herkunft und Wandel.
Auch die Architektur des Weinguts fügt sich in dieses ästhetische Gesamtkunstwerk. Das moderne Fruttaio zur Appassimento-Trocknung der Trauben ist beinahe unsichtbar in die Landschaft integriert, geschützt von Natursteinmauern und einer Reihe von Zedern. Die Kellerei selbst liegt unterhalb des Gästehauses – verborgen und doch zentral. Alles ist darauf ausgerichtet, mit der Natur zu arbeiten, nicht gegen sie. Selbst die Wildtiere haben hier freie Bahn – die Zäune fehlen bewusst. Ein Statement für Koexistenz.
Ein Ort zum Bleiben – und Weiterdenken
Wer bleibt, wird belohnt. Costa Arènte beherbergt zwölf stilvoll eingerichtete Zimmer, in denen sich rustikale Elemente mit modernem Minimalismus verbinden. Die Natur fließt durch große Fenster in die Räume, der Duft von Zedern und Reben liegt in der Luft, und morgens begrüßt die Gäste ein Frühstück mit lokalen Spezialitäten. Es ist ein Ort der inneren Einkehr, des bewussten Genusses – und der Inspiration.
Vom Fenster aus sieht man nicht nur Reben, sondern auch die Silhouette Veronas – wie ein gemaltes Bühnenbild zwischen Himmel und Erde. Wanderwege führen direkt vom Gut in die umliegenden Hügel, zu historischen Villen, kleinen Kapellen oder Aussichtspunkten, an denen man stundenlang verweilen könnte. Auch kulturell hat die Region viel zu bieten: Verona mit seiner Oper, die Villen Arvedi und Pellegrini, die römischen Ruinen von Santa Maria in Stelle oder lokale Handwerksbetriebe wie Keramik-, Kupfer- oder Textilwerkstätten.
Hier eröffnet sich ein Mikrokosmos, in dem Wein, Natur, Geschichte und Kunsthandwerk ein harmonisches Ensemble bilden. Ob bei geführten Verkostungen, Wanderungen entlang uralter Pilgerpfade oder Gesprächen mit den Menschen vor Ort – ein Besuch in Costa Arènte wird zu einer kulturellen Reise, die weit über den Gaumen hinausgeht. Wein wird hier zur Ausdrucksform von Landschaft und Kultur. Und vielleicht ist es genau diese Freiheit, die wir heute am dringendsten brauchen: die Freiheit, bewusst zu wählen, was wir wirklich erleben wollen.
Costa Arènte – Weingut & Gästehaus
Località Costa 86
37023 Grezzana (Verona) – Italien
+39 045 8650111
info@costarente.it
www.costarente.it