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Wenn sich auf fast 3.000 Metern Höhe Pistenbullys in Elefanten verwandeln, Skidoo- und Motocrossfahrer zu Spähern und Reitern werden und die Flugzeuge der Flying Bulls als Götter, Helden und Kämpfer den Himmel durchschneiden, dann ist klar: Hier wird nicht einfach Geschichte erzählt, sondern Raum neu gedacht. Am Freitag, den 10. April, kehrt Hannibal an den Rettenbachferner zurück – und feiert zugleich sein 25-jähriges Jubiläum. Ein Ereignis, das weit über den Status eines »Spektakels« hinausgewachsen ist.
»Die Berge spielen eine Rolle. Das Wetter ist ein Akteur, es hält sich an die Textvorlage der Vorhersage oder improvisiert, je nach Laune. Alpinismus ist Teil der Dramaturgie.«
Hubert Lepka
Das Ötztal ist seit jeher ein Ort, an dem Geschichte, Natur und menschlicher Pioniergeist aufeinandertreffen. Hier, inmitten der majestätischen Bergwelt, wird die Vergangenheit lebendig und zugleich der Blick in die Zukunft geschärft. Mit dem Gletscherschauspiel Hannibal auf dem Rettenbachferner schaffen wir seit mehr als 25 Jahren ein einzigartiges Erlebnis, das weit über die Grenzen des Tales hinausstrahlt«, sagt Jack Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden. Er ist als solcher mitten in der Materie und steht dem rund 60 Personen umfassenden OK-Team vor.
Was am 28. April 2001 als einmalige Inszenierung geplant war, entwickelte sich zu einem der beeindruckendsten Outdoor-Ereignisse im Alpenraum. Dietrich Mateschitz meinte damals: »Das ist so gut, wenn du willst, spielen wir das nächstes Jahr noch einmal!« Das war vor 25 Jahren. Heuer feiert die weltweit einzigartige Produktion ihr 25-jähriges Jubiläum. Ermöglicht wurde diese Erfolgsgeschichte durch das Viergespann Red Bull, Bergbahnen Sölden, Ötztal Tourismus und Lawine Torrèn mit Regisseur Hubert Lepka.
Hannibal in Sölden ist eine zeitgenössische, ortsspezifische Performance, die seit einem Vierteljahrhundert im Talschluss des Rettenbaches aufgeführt wird. Sie stellt das Publikum buchstäblich dem Titelhelden an die Seite. Sie setzt Zuschauer und Darstellende unmittelbar der alpinen Landschaft aus. Die Berge spielen eine Rolle. Das Wetter ist ein Akteur, es hält sich an die Textvorlage der Vorhersage oder improvisiert, je nach Laune. Alpinismus ist Teil der Dramaturgie«, erklärt Hubert Lepka.

Die Inszenierung entfaltet ihre besondere Kraft nicht allein aus dem historischen Stoff, sondern aus der Art und Weise, wie Raum hier verstanden und erlebt wird. Hannibals Alpenüberquerung markiert einen Moment, in dem Raum seine vermeintliche Stabilität verliert. Die Alpen galten in der Antike als natürliche Grenze, als festes Ordnungsprinzip zwischen Machtbereichen. Mit ihrem Überschreiten wurden sie zu einem Übergangsraum, zu einem Ort der Unsicherheit, der Bewegung und der Neudeutung. Raum zeigte sich nicht länger als gegebene Größe, sondern als etwas, das durch Handlung, Perspektive und Bewegung verschoben wird.

In dieser Lesart ist Hannibals Zug über die Alpen eine archetypische Geste: Indem er Grenzen überschritt, die als unüberschreitbar galten, entlarvte er Raum als kulturelle Konstruktion. Auf dem Rettenbachgletscher wird deshalb Raum nicht bloß bespielt, sondern aktiv transformiert. Die alpine Landschaft ist ein handelndes Element, Geschichte wird nicht erzählt, sondern körperlich erfahrbar gemacht: im Wind, in der Kälte, in der rauen Eislandschaft. Die Inszenierung in Sölden macht sichtbar, dass Raum kein statisches Fundament ist, sondern ein Gefüge, das sich mit jeder Bewegung, jeder Entscheidung neu konfiguriert.
Getragen wird Hannibal bis heute von hunderten lokalen Mitwirkenden und von Darstellern aus aller Welt. Die dramatische Verbindung von Mensch, Natur und Technik lässt die legendäre Alpenüberquerung auf der imposanten, sechs Kubikkilometer großen Bühne aus Schnee und Eis lebendig werden. Zum Jubiläum vereint ein Buch Historie und Schauspiel, atemberaubende Bilder geben spannende Einblicke in die Entstehung dieser beeindruckenden Performance am Rettenbachgletscher. Eine Hommage an ein einzigartiges Event und dessen ästhetische Kraft.

Die großzügigen Bildstrecken lassen das Gletscherschauspiel vor den Augen der Betrachter sofort lebendig werden und vermitteln die tatsächliche Größe der Landschaft, in der das Stück inszeniert wird. Dennoch ersetzt es keinesfalls das Live-Erlebnis vor Ort am geschichtsträchtigen Rettenbachgletscher hoch oberhalb von Sölden. Das nächste und einzige Mal 2026: am Freitag, den 10. April.
Info und Tickets: www.soelden.com/hannibal